Die Pfarreiengemeinschaft Heimbach-Engers besteht aus den vier ehemaligen Pfarrgemeinden
St. Margaretha Heimbach-Weis,
St. Martin Engers,
Maria Himmelfahrt Gladbach und
Heilige Familie Block.

Am 1.Januar 2013 fusionierten die Gemeinden St. Margaretha Heimbach-Weis und Maria Himmelfahrt Gladbach zur Pfarrei St. Margaretha Neuwied (Heimbach-Weis-Gladbach) und
die Gemeinden St. Marin Engers und Heilige Familie Block zur Pfarrei St. Martin Neuwied (Engers-Block).

Insgesamt leben 8.935 Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft (Stand: 1.3.2016), davon 5.678 in St. Margaretha und 3.257 in St. Martin.

 

Kurzer Einblick in die Geschichte der vier Kirchengemeinden Hl. Familie Block, St. Martin Engers, Maria Himmelfahrt Gladbach und St. Margaretha Heimbach-Weis

Die jüngste der vier Einheiten unseres Verbandes – Hl. Familie Block – hat ihren Ursprung in den frühen 60er Jahren. Infolge regen Zuzugs nach dem Kriege entwickelte sich damals ein Gemeindeleben, das unabhängig von den Pfarreien Heimbach und Engers seinen eigenen Weg gehen wollte, manifestiert in einem modernen Kirchbau. Der Heimbacher Pastor Scholtes legte den Grundstock für den Bau dieser Kirche, indem er der neuen Gemeinde die Gründung zugestand und den Baugrund zur Verfügung stellte. 1962 konnte schließlich der Bau geweiht werden.

 Engers, dessen Ortsname bereits 773 im „Angerisgowe“ (Engersgau) überliefert ist, erinnert an eine vorfränkische Siedlung, die wohl seit dem 5. Jahrhundert von den Franken übernommen wurde. Das 1279 erstmals genannte Martinspatrozinium der Kirche darf unter Berücksichtigung des ältesten der hier gefundenen Gräberfelder und Benennung des Gaues nach dem Ort als eine sehr frühe fränkisch-merowingische Gründung verstanden werden. Aus diesem Grunde hatte auch der Engerser Pfarrsitz einen hohen administrativen Stellenwert.

Vom mittelalterlichen Kirchbau selbst ist wenig bekannt. Er wurde durch den Stadtbrand von 1778 in Teilen zerstört und wiederaufgebaut, blieb bis zum Neubau 1897/98 bestehen. Der damals im Formengut einer romanischen Basilika unter Baumeister Busch aus Neuss historisierend errichtete monumentale Ziegelsteinbau prägt die Silhouette der einstigen Stadt bis heute.

Wahrscheinlich existierte in Heimbach seit dem 7. Jahrhundert eine fränkische Siedlung. Das der Kreuzzugszeit entlehnte Margarethenpatrozinium könnte das zweite der Kirche sein, die sicher bereits vor dem Jahr 1000 bestand, dadurch also vor der 1117 stattgefundenen Erstgründung Rommersdorfs als Benediktinerkloster. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Patrozinium in einer Urkunde aus dem Jahr 1204. Damals wurden die Wirkungsbereiche der Abteien Rommersdorf und Sayn festgelegt. Seit 1350/51 oblag der Prämonstratenserabtei Rommersdorf das Patronatsrecht. Gerlach von Isenburg schenkte es der Abtei, die in der Grenzauer Fehde zum Trierer Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Luxemburg hielt und es daher von den unterlegenen Isenburgern auf Druck Balduins zugestanden erhielt. Bis 1803 stellten die Rommersdorfer Heimbachs Pfarrer. Zugleich weihten sie die Kapellen in Weis (1713) und Gladbach (1765), sorgten für den Neubau eines neuen Kirchenschiffs neben dem mittelalterlichen Turm unter Architekt Johannes Seitz (1772) und eines neuen Pfarrhauses (1792).

 Die Gemeinden des Kirchspiels Heimbach, Weis und Gladbach wuchsen in der 2. Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts rasant. 1891/92 musste das Hauptschiff der Pfarrkirche um zwei Seitenschiffe ergänzt werden. Aber auch die erweiterte Kirche konnte nicht alle Pfarrkinder bergen, so dass 1896 in Gladbach ein Kirchbauverein gegründet wurde, der 1909 ein geeignetes Baugrundstück erwerben konnte, worauf 1913/14 unter Planung des Neuwieder Architekten Hermann in nachgotisch-barocker Formgebung eine Stufenhalle als neue Pfarr(vikarie)kirche Maria Himmelfahrt errichtet wurde. 1944 schließlich wurde die Pfarrvikarie zu einer ordentlichen Pfarrei erhoben.